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aktueller Call for Papers: „Professionalisierung im Bereich Inklusion“

 

(hrsg. von Martin Dege & Michel Knigge)

Inklusion im Bildungsbereich ist ein komplexes Konzept: Aus einem umfassenden theoretischen Überbau abgeleitete Definitionen stehen eher pragmatisch orientierten Ansätzen gegenüber. Dabei reicht das Konzept Inklusion weit über Fragen der Sonderpädagogik hinaus. Der Umgang mit und das Ermöglichen von Heterogenität und Differenz im schulischen Zusammenhang kann als eine zentrale Überschrift begriffen werden. Die mit diesem Anspruch verbundenen Herausforderungen an praktisch alle Bildungseinrichtungen sowie die dort tätigen Personen sind vielschichtig und komplex, in Teilen spannungsgeladen und konträr. Ähnlich vielschichtig sind die vorhandenen Ideen und Lösungsansätze, die wir in diesem Themenheft zur Diskussion stellen wollen. Besonderes Augenmerk möchten wir dabei auf die Frage der Evidenzbasierung von Interventionen legen. Ziel des Themenheftes ist es schließlich, einen Überblick über die theoretischen und empirischen Zugänge zur Frage evidenzbasierter Interventionen im Sinne von Inklusion im Schulzusammenhang zu gewinnen.

Der Begriff ‚Evidenzbasierung‘ ist hier nicht rein quantitativ, sondern unter Einschluss qualitativer und quantitativer Forschung sowie Mixed-Methods zu verstehen und sowohl auf die Erstellung von Materialien und Prozeduren als auch auf Ergebnisse von Implementationen bezogen. Beiträge können beispielsweise evidenzbasierte Entwicklungen von Fort- und Weiterbildungsmaterialen bzw. Prozeduren mit Rückgriff auf Theorie und Empirie beschreiben.
Auch sind Beiträge möglich, die sich mit Ergebnissen einer Implementation von bereits entwickelten Fort- und Weiterbildungsangeboten beschäftigen. Dabei sind unter anderem verschiedene Formate in der Gestaltung der Lehr-Lern-Arrangements von besonderem Interesse. Hier sind randomisierte (Quasi-)Experimentaldesigns ebenso denkbar wie Design-based-research. Auch Kombinationen der genannten Forschungsstränge sind willkommen.

Neben anderen Fragen können sich potenzielle Beiträge mit folgenden Themen befassen:

⁃ Theoretisch und empirisch fundierte Beiträge zu Gelingensbedingungen von Inklusion im Schulzusammenhang

⁃ Beiträge zu den soziopolitischen Gelingensbedingungen und Barrieren für Inklusion

⁃ Ergebnisse zu Design und Implementation von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Professionalisierung von Lehrkräften und weiterem pädagogischem Personal im Bereich Inklusion.

Falls Sie sich mit einem Manuskript an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 31.08.2018 ein Abstract (max. 1 Seite) an:

martin.dege@uni-potsdam.de sowie michel.knigge@uni-potsdam.de

Sie erhalten zu Ihrem Abstract ein umgehendes Feedback. Ausformulierte Beiträge werden erbeten bis 01.04.2019. Nach positivem Begutachtungsprozess erfolgt die Publikation in 2/2019 des Journal für Psychologie.

 
Veröffentlicht: 2018-05-31