»Mir ging und geht es um eine Anwendung psychologischen Wissens, um die Handlungsrelevanz psychologischer Forschung im Sinne von Campbells ›reform experiments‹.«

Carlos Kölbl, Günter Mey

Abstract


Ali Wacker hat hierzulande frühzeitig zur Entwicklung des Gesellschaftsverständnisses gearbeitet. Im vorliegenden Interview rekapituliert er seine wissenschaftliche Biografie von den Studientagen in Köln, Berlin und Bochum bis zu seiner Tätigkeit als Professor der Psychologie an der Universität Hannover. Dabei wird deutlich, wie sein Interesse am Gesellschaftsverständnis von Kindern entstanden ist und welche Verbindungen es zu seiner langjährigen Beschäftigung mit einer Psychologie der Arbeitslosigkeit gibt, gerade auch in Form von Dokumentationen zu einem ihrer Klassiker – der „Marienthalstudie“. Von offenkundig großer Bedeutung waren die 68er Bewegung und die damit verknüpften wissenschaftlichen und praktischen Versuche, eine emanzipatorische Psychologie zu schaffen. Breiten Raum nimmt der Rückblick auf Wackers einschlägigen Sammelband „Die Entwicklung des Gesellschaftsverständnisses bei Kindern“ aus dem Jahre 1976 ein. Das Interview stellt nicht zuletzt ein Dokument zur Geschichte der bundesrepublikanischen Psychologie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dar.


Schlagworte


Entwicklung des Gesellschaftsverständnisses, Psychologie der Arbeitslosigkeit, Marienthalstudie, Psychologiegeschichte

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