»Kriegspsychologisches«: Publikationen und Engagements von Psychologen mit Bezug zum Ersten Weltkrieg

Susanne Guski-Leinwand

Abstract



Der Erste Weltkrieg stellte für viele eine bis dahin vergleichsweise ungekannte Herausforderung dar. Viele meldeten sich als Kriegsfreiwillige, obwohl sie aus Alters- oder Konfessionsgründen keinen Kriegsdienst hätten leisten müssten. Unter diesen Kriegsfreiwilligen waren auch zahlreiche Akademiker aus unterschiedlichen Disziplinen, die ihr Vaterland im Krieg unterstützen wollten. Einige von ihnen rechneten sich der Psychologie zu und wurden deshalb von Mitgliedern des Kriegsministeriums als Gesprächspartner und Berater wertgeschätzt. Aus diesen zunächst informellen Kontakten entstanden über die vier Kriegsjahre unterschiedliche Arbeiten zu einer Kriegspsychologie, die später unter eine Form der »Situationspsychologie« eingeordnet wurde (Dorsch 1963). Im vorliegenden Artikel werden ausgewählte Arbeiten zur Kriegspsychologie mit jeweils kurzem biografischem Abriss ihrer Autoren vorgestellt. Abschließend wird eine wissenschaftshistorische Einordnung dieser Arbeiten gegeben.

Schlagworte


Kriegspsychologie; Ekstase; Völkerpsychologie; Völkercharakterologie; Nationalpsychologie; Psychographie; Seelenkunde; Glied; Ganzheit; doublespeak

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