Männlichkeitskonstruktionen der Identitären Bewegung Österreich

Manuel Mayrl

Abstract



Seit ihrer Entstehung im Jahr 2012 schaffte die rechtsextreme Identitäre Bewegung Österreich in bemerkenswerter Häufigkeit den Sprung in die mediale Berichterstattung. Dennoch ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Gruppierung bzw. eine Analyse der Bedingungen für ihren Erfolg bislang bestenfalls überschaubar. Vor allem eine geschlechterreflektierte Untersuchung der Identitären Bewegung blieb bisher fast gänzlich ausgespart. Dabei vermag gerade eine eingehende Betrachtung der Männlichkeitskonstruktionen in der Kommunikation dieser Organisation Antworten auf die Frage nach den Identifikationsangeboten und damit der Anschlussfähigkeit des darüber kolportierten Gedankengutes zu geben. Unter Rückgriff auf die Arbeiten von Connell, Bourdieu und Meuser werden in diesem Beitrag eben jene Identifikationsangebote aufgedeckt und in Bezug zu neokapitalistischen Funktionsweisen gesetzt. Dies ermöglicht ein grundlegendes Verständnis des fruchtbaren Zusammenwirkens ökonomischer Bedingungen und den Identifikationsangeboten hegemonialer Männlichkeit der Identitären Bewegung Österreich und trägt so zur Erklärung ihres Erfolges bei.

Schlagworte


Rechtsextremismus; Identitäre Bewegung; Männlichkeit; Geschlecht; Politik

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