Die Erweiterung des Lebenskunst-Coachings: Ein integrativer Ansatz zur Veränderung von Strategien und zum Umgang mit Hindernissen

Claudia Anette Stumpp-Spies, Bernhard Schmitz

Abstract



Die Forschung zu einem individuellen Lebenskunst-Coaching ist zwar noch in den Anfängen, aber erste Ergebnisse geben vielversprechende Hinweise darauf, dass Lebenskunst durch Coaching gefördert werden kann (Stumpp-Spies/Schmitz 2017b). Hierbei sind die Ressourcen und die Strategien der Coachees ein wichtiger Ausgangspunkt, von dem aus ein Coaching konzipiert werden kann. Darüber hinaus könnten aber noch andere Faktoren eine Rolle dabei spielen, ob ein Coachee seine Lebenskunst verbessern kann oder nicht. Die vorliegende Arbeit geht von der Vermutung aus, dass mögliche Hindernisse wie z. B. Perfektionismus, überzogene Erwartungen oder Entscheidungen eine Rolle dabei spielen könnten, wenn Coachees bestimmte Strategien nicht umsetzen können. Die Frage ist also: Warum können bestimmte Ressourcen zuweilen nicht in gute Strategien umgesetzt werden und woran liegt das? Zu diesem Zweck wurden von einem Coach mit 20 ProbandInnen in einer Experimentalgruppe qualitative Interviews durchgeführt, die wörtlich transkribiert und dann qualitativ ausgewertet wurden. Diejenigen Hindernisse, von denen sich die ProbandInnen sehr stark oder stark betroffen fühlten, wurden in den Coaching-Prozess miteinbezogen. Spezifische Interventionen zielten darauf ab, auf diese Hindernisse einzuwirken und sie abzuschwächen. Durch einen Mixed-Methods-Ansatz wurde Lebenskunst mittels einer Kombination aus qualitativen und quantitativen Verfahren umfassend abgebildet und ein Erkenntnisgewinn erzielt, den man mit einem rein quantitativen Verfahren nicht hätte erreichen können. Die Ergebnisse zeigen, dass Hindernisse bei den teilnehmenden ProbandInnen eine Rolle spielten und dass diese sich durch spezifische Interventionen abschwächen ließen.

Schlagworte


Coaching; Lebenskunst; Wohlbefinden; Life Coaching; Hindernisse

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