Wie das Normale über das Abnormale zur Frage werden kann – Reflexionen zu Traumatisierungen und ihren Kontexten

Michael J. Lindenthal

Abstract


In diesem Essay wird ein Überblick zu einigen ausgewählten Aspekten von Traumatisierungen und ihren Kontexten gegeben. Traumatisierungen geschehen nie im Vakuum und sind daher erst durch angemessene Einbettung in größere (individuelle und kollektive) Zusammenhänge sinnvoll erfassbar. Verschiedene subjektive Mechanismen und Vorgänge beeinflussen individuelle Bewertungs- und Normierungsschemata, wodurch allumfassende Traumadefinitionen unmöglich werden. In Sprachgebrauch, Taxonomie, Prävention, Unterstützungs- und Behandlungsangeboten müssen Wege gefunden werden, dieser Vielfalt gerecht zu werden, ohne in Beliebigkeit oder inflationären Gebrauch des Begriffs »Trauma« abzudriften.

Schlagworte


Trauma; Traumatisierung; Normalität; Trauma im Kontext; PTSD; Sozialpsychologie; Essay

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