'Ging es nicht um Gesundheit – statt um Therapie?!' – Gesundheitspsychologische Aspekte von Krisen und Traumatisierungen am Beispiel Jugendlicher am Rande der Gesellschaft

Roland Urban

Abstract


Unter respektvoller Berücksichtigung konventioneller diagnostischer und therapeutischer Zugänge zum Thema Krisen und Trauma wird ein Perspektiven- und damit Paradigmenwechsel vorgeschlagen, der kurzfristig auf notfallpsychologischen Akutinterventionen, mittel- und langfristig auf der konsequenten Implementierung von gesundheitsfördernden Rahmenbedingungen bzw. Strategien basiert – und somit insgesamt auf die Prävention von Traumafolgeerscheinungen bzw. eine explizite Fokussierung auf Ressourcen und Gesundheit abzielt.Ausgehend von praktischen Erfahrungen mit Jugendlichen am äußersten Rand der Gesellschaft (die in diesem Kontext als RepräsentantInnen besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen zu verstehen sind) wird ein Modell präsentiert, das die konventionellen Grenzen der kurativen Traumatherapie überschreitet und stringent dem Paradigma der Gesundheitsförderung folgt.Zentral erscheint in der Auseinandersetzung letztlich die Entwicklung einer genuin gesundheitsfördernden Haltung. Diese impliziert neben der Bereitschaft zur tatsächlichen Ermächtigung der KlientInnen eine Konzentration auf die Rahmenbedingungen der Entwicklung von Gesundheit und damit die bewusste Integration der Gemeinschaft / des Gemeinwesens in sämtliche so genannte HelferInnensysteme, aber auch und vor allem eine schonungslose Reflexion des Selbstverständnisses als psychosozialeR ArbeiterIn. Schlagwörter: Traumabewältigung, Gesundheitsförderung, Notfallpsychologie, Inklusion, Partizipation, Gemeinwesenarbeit, Empowerment

Schlagworte


Traumabewältigung; Gesundheitsförderung; Notfallpsychologie; Inklusion; Partizipation; Gemeinwesenarbeit; Empowerment

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